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Die deutsch-kirgisische entwicklungspolitische Zusammenarbeit

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Kirgisistan ist ein wichtiger Partner der deutschen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit (EZ). Unsere EZ orientiert sich an den Sustainable Development Goals (SDGs), der Kirgisischen Entwicklungsstrategie sowie Europäischen und Deutschen Strategiedokumenten. Die 1991 unmittelbar nach Erlangung der Unabhängigkeit Kirgisistans aufgenommene deutsch-kirgisische Entwicklungszusammenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes. Deutschland gehört  zu den großen bilateralen Gebern in Kirgisistan. Innerhalb der EU ist Deutschland der größte Geber. Daneben beteiligt sich Deutschland mit umfassenden Beiträgen an Programmen der EU, UN, Weltbank, ADB und EBRD.
Übergeordnetes Ziel der deutsch-kirgisischen EZ ist die Armutsbekämpfung. Dabei stehen die Politikbereiche „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ und „Gesundheit“ im Mittelpunkt der Kooperation. Darüber hinaus fördert Deutschland einzelne Vorhaben im Bereich Umwelt/Klima, Justiz, Wassermanagement, Katastrophenvorsorge, und Handel. Zum Teil werden die Aktivitäten im Rahmen von Regionalvorhaben durchgeführt. Die Förderung wird im Wesentlichen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bereitgestellt. Weitere Beiträge leisten das Auswärtige Amt und das Umweltministerium. Alle Programme werden eng mit der Kirgisischen Regierung abgestimmt.
Alle zwei Jahre finden Verhandlungen über die entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Regierung der Kirgisischen Republik und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland statt. Sie dienen dem politischen Dialog zu entwicklungsrelevanten Themen, der Evaluierung der bisherigen Zusammenarbeit sowie der Festlegung künftiger Kooperationsschwerpunkte.
Bei den letzten Regierungsverhandlungen über die bilaterale EZ 2017-2018 wurden Mittel in Höhe von 40,1 Mio. Euro für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit der Kirgisischen Republik bereitgestellt. Die kontinuierliche Erhöhung der Zusagesumme ist ein politisches Signal für die Anerkennung der demokratischen Entwicklung in der Kirgisischen Republik. Die Bundesrepublik Deutschland versteht ihr Engagement als Unterstützung für den eingeschlagenen Reformweg.
Die Umsetzung der EZ erfolgt über Programme der KfW-Entwicklungsbank (KfW) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Flankiert wird dieses Engagement durch die Physikalisch-technische Bundesanstalt (PTB). Umfangreiche Aktivitäten der Hanns-Seidel-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung, des Senior Experten Services (SES), des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (dvv international), der Sparkassenstiftung für Internationale Kooperation, der Deutschen Welle-Akademie, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ergänzen das Portfolio. Förderungen für weitere Nichtregierungsorganisationen (Brot für die Welt, IDEM, SOS Kinderdörfer) und für Kleinstprojekte der deutschen Botschaft Bischkek leisten einen zusätzlichen deutschen Beitrag zur Entwicklung des Landes.

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