Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Reform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit:­ Auswirkungen auf die Kirgisische Republik

Deutsche Zusammenarbeit

Deutsche Zusammenarbeit, © BMZ

Artikel

Als Ergebnis  eines langfristigen, globalen Reformprozesses des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird die weltweite deutsche Entwicklungsarbeit künftig stärker fokussiert, um den wachsenden globalen Herausforderungen noch besser begegnen zu können. Diese Reform „BMZ 2030“ wurde in Berlin von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller verkündet. Inhalte, Prozesse und Strukturen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden neu ausgerichtet, die Zahl der Partnerländer wird reduziert.

Für die Kirgisische Republik wie auch für andere Länder bedeutet das, dass die bilateralen Programme der technischen und finanziellen Zusammenarbeit sukzessive über die nächsten Jahre hinweg auslaufen. Dies  betrifft im Wesentlichen die  schrittweise Aussteuerung der  von GIZ und KfW durchgeführten Programme im Rahmen einer Exitstrategie. Zu diesem Prozess wird es im Laufe des Jahres weitere  Konsultationen mit der kirgisischen Regierung im Geiste der vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit geben, die unsere Beziehungen auszeichnet. Sicher ist, dass bereits vereinbarte bzw. laufende Projekte zu Ende geführt werden.

Die Planungen werden die derzeitige Corona-Pandemie und deren Auswirkungen berücksichtigen. Gerade der Beitrag des langjährigen deutschen Engagements im Bereich wirtschaftliche Entwicklung und zur Stärkung des Gesundheitssektors spielt bei der Bekämpfung von Corona und den Folgen zurzeit eine wichtige Rolle. Dafür hat Deutschland in jüngster Zeit zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Weitere krisenbedingte Unterstützung ist derzeit in Prüfung.

Die erfolgreiche Arbeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in der Kirgisischen Republik begann im Jahr 1993. Die Errungenschaften der Kirgisischen Republik in dieser Zeit sind beachtlich. Demokratie und Meinungsfreiheit sind wichtige Elemente des politischen Systems. Gleichzeitig konnte der Lebensstandard erhöht und die Armut reduziert werden. Der Ausstiegsentscheidung liegt auch die Einschätzung zugrunde, dass die Kirgisische Republik nicht mehr zu den weltweit bedürftigsten Ländern gehört.

Die Programme zahlreicher anderer deutscher Ministerien in der Zusammenarbeit mit Kirgisistan sind von der BMZ-Reform nicht betroffen. Die Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Umwelt und Kultur gewinnen weiterhin an Bedeutung. Das Auswärtige Amt setzt beispielsweise seine Initiative „Green Central Asia“ fort. Auch das Umwelt-, Wirtschafts-, Bildungs- und Innenressort werden mit der Kirgisischen Republik zu zahlreichen wichtigen Zukunfts- und Gesellschaftsthemen weiter zusammenarbeiten.

Auch nach Beendigung der laufenden bilateralen Programme wird Deutschland durch sein multilaterales Engagement (EU, VN, Entwicklungsbanken) weiter zur nachhaltigen Entwicklung der Kirgisischen Republik beitragen. Die Arbeit zahlreicher nicht-staatlicher Entwicklungsakteure, unter anderem der politischen Stiftungen, wird weiterhin finanziell vom BMZ unterstützt.

Aktuelles

nach oben