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Informationen zur Visabeantragung, Einreise nach Deutschland und Quarantänebestimmungen

10.09.2020 - Artikel

Hier finden Sie Informationen zur Visabeantragung, Neuvisierung, Einreisen nach Deutschland und Quarantänebestimmungen.

1. Annahme von Visa-Anträgen

Visa-Anträge können derzeit nur in den nachstehend genannten Ausnahmefällen angenommen und bearbeitet werden:

  1. Gesundheitspersonal und -forscher, Altenpflegepersonal
  2. Personal im Gütertransport sowie sonstiges Transportpersonal

  3. Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft
  4. Seeleute zum Zweck der Durchreise zum Erreichen des Abfahrtshafens eines Schiffes oder eines Flughafens, um in einen Drittstaat zurückzukehren
  5. Vorübergehende Besuchsreisen in folgenden Fällen:
  • Besuchsreisen von drittstaatsangehörigen Familienangehörigen der sog. „Kernfamilie“ (d.h. Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder) von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland. Die Einreise kann alleine oder gemeinsam erfolgen. Bei Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland ist zusätzlich Voraussetzung, dass diese ihren dauerhaften Aufenthalt in Deutschland hat.
  • Besuchsreisen von Verwandten 1. und 2. Grades, die nicht zur „Kernfamilie“ gehören (d.h. volljährige Kinder, Eltern volljähriger Kinder, Geschwister und Großeltern), von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland nur aus zwingenden familiären Gründen (Geburten, Hochzeiten, Todesfälle/Beerdigungen oder andere besondere Ausnahmefälle, in denen ein zwingender familiärer Grund vorliegt).
  • Besuchsreisen des drittstaatsangehörigen Partners zu seinem nicht verheirateten/nicht verpartnerten Partner in Deutschland. Der einladende Partner muss Deutscher, sonstiger EU-Staatsangehöriger, Staatsangehöriger Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder Drittstaatsangehöriger mit langfristigem Aufenthaltsrecht in Deutschland sein. Voraussetzung ist, dass die Beziehung/Partnerschaft langfristig, d.h. auf Dauer angelegt ist und beide Partner sich zuvor mindestens einmal persönlich in Deutschland getroffen haben oder bis vor kurzem einen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland hatten. Zum Nachweis sind geeignete Unterlagen mitzuführen:
    • Schriftliche Einladung der in Deutschland wohnhaften Person (nebst Kopie der Ausweispapiere)
    • Erklärung beider Partner zur Beziehung (für Besuch / zur gemeinsamen Einreise)
    • Nachweise über vorherige persönliche Treffen (insbesondere anhand von Passstempeln bzw. Reiseunterlagen/Flugtickets oder Nachweise über einen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland (beispielsweise Meldebescheinigungen)).
    • Ergänzend ist eine Dokumentation durch Fotos, Soziale Medien, Brief- oder E-Mailkorrespondenz möglich.
  •  Besuchsreisen gemeinsam reisender unverheirateter Paare aus dem Ausland bei schwerwiegendem persönlichem Grund (z.B. Hochzeit, Krankheit oder Beisetzung naher Angehöriger). Einer der Partner muss Deutscher, sonstiger EU-Staatsangehöriger oder Staatsangehöriger Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens sein.

    6. Diplomaten, Personal internationaler Organisationen, militärisches Personal und humanitäre Helfer in Ausübung ihrer Tätigkeit

    7. Passagiere im Transitverkehr

    8. Personen, die internationalen Schutz  oder Schutz aus anderen humanitären Gründen benötigen, inklusive zwingender medizinscher Gründe

    9. Anträge auf Familiennachzug. Wenn die Einreise für einen Daueraufenthalt aufgrund einer der hier genannten Ausnahmen möglich ist, ist eine zeitgleiche gemeinsame Einreise der Familienangehörigen ebenfalls möglich (z.B. gleichzeitige Miteinreise des Ehegatten und der minderjährigen Kinder der Fachkraft).

    10. Anträge von Fachkräften und hochqualifizierten Arbeitnehmer aus den folgenden Antragskategorien:
    •  Fachkräfte mit einem konkreten Arbeitsplatzangebot im Sinne der gesetzlichen Definition (§§ 18 Abs. 3, 18a, 18b AufenthG), das durch die Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen wird
    • Wissenschaftler/Forscher (§18d AufenthG)
    • Entsendungen (§19c Abs. 1 i.V.m. §10 BeschV) und ICT beschränkt auf Führungskräfte und Spezialisten (§§ 19 Abs. 2, 19b AufenthG)
    • Leitende Angestellte
    • Führungskräfte und Spezialisten (§ 19c Abs. 1 i.V.m. § 3 BeschV)
    • IT-Spezialisten (§19c Abs. 2 AufenthG i.V.m. § 6 BeschV)
    • Beschäftigungen in besonderem öffentlichem Interesse (§ 19c Abs. 3 AufenthG)
    • Geschäftsreisende.
      • Voraussetzung für die Einreise als Fachkraft oder hoch qualifizierter Arbeitnehmer ist jeweils Nachweis der Präsenzpflicht in Deutschland (z.B. durch die Vorlage eines Arbeitsvertrags) und Glaubhaftmachung, dass die Beschäftigung aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und die Arbeit nicht zeitlich verschoben oder aus dem Ausland verrichtet werden kann (durch die Vorlage einer Bescheinigung des Arbeitgebers/Auftraggebers). Die wirtschaftliche Notwendigkeit bezieht sich auf die Wirtschaftsbeziehungen und/oder die Wirtschaft Deutschlands oder des Binnenmarkts. Entsprechende Belege sind bei der Reise mitzuführen und bei der Grenzkontrolle vorzulegen.

11. Studierenden, deren Studium nicht vollständig vom Ausland durchgeführt werden kann. Unter diese Ausnahme fallen alle, die einen Zulassungsbescheid haben (auch wenn ein Sprachkurs oder ein Praktikum vorgeschaltet ist). Nicht aber Studienbewerber und diejenigen, die z.B. zum Sprachkurs einreisen und sich später nach einem Studium umsehen wollen (isolierter Sprachkurs). Falls Sie vor Aufnahme im Studienkolleg einen Aufnahmetests abgeben müssen, gelten Sie als Studienbewerber. Studienbewerbern ist die Einreise aktuell nicht erlaubt. Nachweis der Präsenzpflicht in Deutschland durch Bestätigung der Hochschule (z.B. per E-Mail) erforderlich; Unterlagen sind auch bei Grenzkontrolle vorzulegen.

12. Auszubildenden, die eine qualifizierte Ausbildung absolvieren. Es muss sich um eine Ausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Beruf handeln, für den eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren festgelegt ist. Der Aufenthalt kann einen ausbildungsvorbereitendem Sprachkurs umfassen. Voraussetzung ist die Vorlage einer Bestätigung des Ausbildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeit coronabedingten Situation erforderlich ist.

13. Teilnehmer von Qualifizierungsmaßnahmen mit dem Ziel der Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsausbildung. Auch hier bedarf es der Vorlage einer Bestätigung des Bildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen coronabedingten Situation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.

14. Anträge von Spätaussiedlern und deren Familien

15. Schüler, die für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten ein Internat besuchen (ggf. mit vorgeschaltetem Sprachkurs).


Fallen Sie in eine der genannten Personengruppen und benötigen Sie ein nationales Visum, können Sie einen Vorsprachetermin über das Terminvergabesystem der Botschaft buchen. Finden Sie keinen passenden Termin, wenden Sie sich bitte an die Botschaft über das Kontaktformular.


Antragsteller, die schon im Besitz gültigen eines Schengen- oder nationalen Visums sind, können bis zur Aufhebung des Einreisestopps nicht in die Bundesrepublik einreisen, außer, sie fallen in eine der zuvor genannten Personengruppen.


Bitte beachten Sie, dass weder die Annahme Ihres Antrags noch die Erteilung des Visums die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland garantieren. Letzte Entscheidung, ob Sie einreisen dürfen, treffen die Grenzbehörden. Weitere Informationen können Sie der Belehrung zu Einreisebeschränkungen entnehmen.


Falls Sie in eine der genannten Ausnahmegruppen fallen und Inhaber eines nationalen Visums sind, welches Sie aufgrund bestehender Quarantänemaßnahmen nicht nutzen konnten, kontaktieren Sie bitte die Botschaft über das Kontaktformular.

2. Vereinfachte Neuerteilung von Visa

Nationale Visa (für langfristige Aufenthalte; D-Visum)


Falls Sie ein bereits von der Botschaft Bischkek erteiltes nationales Visum aufgrund der Einreisebeschränkungen nicht nutzen konnten, können Sie die vereinfachte Neuerteilung des Visums beantragen. Voraussetzung ist, dass sich Ihr Aufenthaltszweck und Aufenthaltsort nicht geändert hat.

Fallen Sie in eine der Personengruppen, die auch während der Einreisesperre einreisen dürfen (siehe Punkt 3), können Sie den Antrag auf Neuvisierung bis zum 31.12.2020 stellen.

Fallen Sie noch unter die Einreisesperre, dürfen Sie den Antrag bis maximal einen Monat nach Wegfall der Einreisesperre stellen.

Um die Neuvisierung zu beantragen, wenden Sie sich über das Kontaktformular an die Botschaft. Teilen Sie die folgenden Daten mit: Name, Vorname, Geburtsdatum, Datum der voraussichtlichen Einreise, Ihr Aktenzeichen.

Die Bearbeitung Ihrer Anfrage wird etwa 14 Tage in Anspruch nehmen. Bitte planen Sie entsprechend. Im Laufe der Bearbeitung kann die Botschaft die Vorlage zusätzlicher Unterlagen verlangen (z.B. eine neue Reisekrankenversicherung oder die Bestätigung des Einladers, dass der ursprüngliche Reisezweck nach wie vor besteht.)

Eine erneute Entrichtung der Bearbeitungsgebühr ist nicht erforderlich.

Schengen-Visa (für kurzfristige Aufenthalte bis 90 Tage innerhalb von 180 Tage; C-Visum)

Eine vereinfachte Neuerteilung für Schengen-Visa (Aufenthalte von bis zu 90 Tagen) ist derzeit nicht möglich.

Sobald die generelle Einreisesperre für Reisende aus Kirgisistan aufgehoben wurde, wird die Botschaft Informationen zur Verfügung stellen, ob und unter welchen Umständen Schengen-Visa, die aufgrund der Einreisesperre nicht genutzt werden konnten, neu erteilt werden können.


3. Einreisebeschränkungen für Deutschland

Eine Einreise aus Kirgisistan ist im Regelfall aufgrund bestehender Einreisebeschränkungen nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie unten unter dem Stichwort zwingende Notwendigkeit.

Für Deutschland gelten Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Staaten. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise auch beim BMI, welche Regelungen in Bezug auf das Land, aus dem Sie nach Deutschland einreisen, im Einzelnen gelten.

Grundsätzlich ist eine Einreise möglich aus:

  • EU-Mitgliedstaaten
  • Schengen-assoziierten Staaten: Island, Norwegen, der Schweiz und Liechtenstein
  • Großbritannien
  • Weiteren Staaten, aus denen aufgrund der epidemiologischen Lagebewertung durch die EU Einreise ermöglicht wird

Eine Einreise aus anderen Staaten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Voraussetzung ist, dass eine zwingende Notwendigkeit gegeben ist.

4. Quarantäneregelung und Covid-19-Tests bei Einreise nach Deutschland


Für Einreisen aus Kirgisistan gilt grundsätzlich, dass sie sich unmittelbar nach Einreise 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen. Außerdem muss nach der Ankunft innerhalb von 14 Tagen ein verpflichtender Covid-19-Test vorgenommen werden.


Bei Einreise nach Deutschland mit Voraufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage

  • müssen Sie sich nach der Einreise in Deutschland unmittelbar an ihren Zielort begeben,
  • sich dort häuslich absondern bis ein negatives Testergebnis vorliegt (Einzelheiten hierzu unter: Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar) und das negative Testergebnis den zuständigen Behörden, i.d.R. Gesundheitsamt, auf Anforderung nachweisen und
  • sich per E-Mail oder Telefon bei der für Sie zuständigen Behörde, i.d.R. Gesundheitsamt am Wohnort/Unterkunft melden. Wenn Reisende im Flugzeug, Schiff, Bus oder Zug eine Aussteigekarte ausgefüllt und abgegeben haben, müssen sie sich nicht erneut nach der Einreise melden.

Weitere Informationen zu den neu eingeführten Pflichttests finden Reisende hier.

Ausnahme: Durchreise (Transit)

Die Pflicht zur häuslichen Absonderung besteht nicht bei Transitaufenthalten. Sie sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen.

Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar

Wenn Sie nachweisen können, sich nicht mit Covid-19 infiziert zu haben, ist in den meisten Bundesländern keine Quarantäne erforderlich. In bestimmten Bundesländern ist dafür jedoch eine Wiederholungstestung nach einigen Tagen notwendig.

Der Nachweis muss durch ein ärztliches Zeugnis erbracht werden. Der molekularbiologische Test auf Vorliegen einer Infektion darf höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgt sein (d.h. das Ergebnis darf bei Einreise maximal 48 Stunden alt sein). Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat mit vergleichbarem Qualitätsstandard vorgenommen worden sein.

Alternativ kann der Test nach Einreise

  • am Ort des Grenzübertritts oder
  • am Ort der Unterbringung erfolgen.

Der Test ist für Reisende innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise kostenlos und kann zum Beispiel an Flughäfen erfolgen. Das Testergebnis muss - unabhängig davon, ob die Testung vor oder nach Einreise erfolgte - für mindestens 14 Tage nach Einreise aufbewahrt werde. Es muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorgelegt werden.

Gesetzestexte zu den Einreisebestimmungen

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