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Impfstoffdiplomatie ­ Deutschland unterstützt COVAX Initiative mit weiteren 1,5 Mrd. Euro

Coronavirus - Impfzentrum Fürstenfeldbruck

Ein Mitarbeiterin des Roten Kreuz zieht im Labor des Coronavirus-Impfzentrum Fürstenfeldbruck eine Spritze mit Pfizer-BioNTech-Impfstoff auf. In dem Impfzentrum kann weiter geimpft werden, nachdem vor allem Zweitimpfungen mit Pfizer-BioNTech geplant sind., © dpa

18.03.2021 - Artikel

Die Bundesregierung wird den „Access to Covid-19 Tools Accelerator (ACT-A)“ 2021 mit weiteren 1,5 Milliarden Euro unterstützen. Der Großteil des Beitrags wird an die Impfstoff¬ Plattform COVAX gehen, über die Impfstoffe für Entwicklungsländer beschafft und finanziert werden.


Deutschland hat die Versorgungsplattform ACT-A mitbegründet und ist mit der weiteren Unterstützung nun ihr größter Geber - mit einer Gesamtsumme von 2,1 Milliarden Euro. COVAX beliefert – in einem ersten Schritt – bis Ende Mai 142 Länder mit Impfstoff. Weltweit werden damit jetzt zunächst PflegerInnen, ÄrztInnen und RisikopatientInnen immunisiert.
Darunter sind 89 Entwicklungsländer, für die die Impfstoffe kostenlos sind. 
#oneworldprotected


Die COVAX Facility steht unter der Führung der Impfallianz Gavi, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Forschungsallianz CEPI.


Covax ist für die Beschaffung und gerechte Verteilung der Impfstoffe zuständig und bildet damit eine der Säulen der Access to Covid-19 Tools Accelerator (kurz: ACT-Accelerator) Plattform.


Corona gemeinsam und solidarisch bekämpfen: 
Eine Pandemie kann man nur gemeinsam weltweit bekämpfen. Daher haben sich Deutschland und die EU bewusst dazu entschieden, die weltweite Impfstoffversorgung multilateral zu organisieren.


In der EU bauen wir Forschung und Produktion weiter aus. Das kommt allen zugute, denn europäische Produktionsstätten beliefern die ganze Welt. In die Impfstoffforschung hat die EU 1 Milliarde Euro, für den Ausbau von Produktionskapazitäten 2,9 Milliarden Euro investiert. 


Jeder fünfte Euro kommt dafür aus Deutschland, jeder dritte Euro aus der EU. 

Warum die Bundesrepublik Deutschland sich so stark engagiert  – „Weil wir erst sicher sind, wenn alle sicher sind“. Deutschland hat sich deshalb schon früh einer gemeinsamen und solidarischen Antwort auf die Pandemie verschrieben. Bei einem Verteilkampf „jeder gegen jeden“ würden Deutschland und die EU mit unseren Produktionskapazitäten vielleicht kurzfristig gewinnen– aber um den Preis, dass sich im Rest der Welt die Pandemie weiter unkontrolliert verbreiten würde. COVAX ist unsere multilaterale und inklusive Antwort auf Covid-19. Die Verteilung richtet sich nicht auf politische Gefälligkeit und PR-Wert, sondern allein nach dem Bedarf.


Unser Ziel ist es, dass alle auf der Welt den benötigten Impfstoff erhalten können– das ist gemeint, wenn wir davon sprechen, dass Impfstoff gegen Covid-19 ein globales öffentliches Gut sein muss.


COVAX in Kirgisistan

In Kürze soll auch Kirgisistan Impfstoff im Rahmen der COVAX Initiative erhalten. COVAX hilft, schnell weltweit zu immunisieren – nur so kann die Gefahr immer wieder neuer Varianten des Virus verhindert werden.

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